“THE WANDERERS OF THE EMDEN”

Kapitänleutnant Hellmuth von Mücke

Samstag, 29. Mai 1915 |

Die New York Times berichtet über eine Gruppe gestrandeter deutscher Marinesoldaten, der es gelungen ist sich nach einer monatelangen Odyssee wieder den eigenen Reihen anzuschließen. Anfang November 1914 war der deutsche Kleine Kreuzer SMS Emden nach einem Gefecht mit dem australischen Kreuzer HMAS Sydney vor der Küste der Kokosinseln im indischen Ozean auf Grund gelaufen. Über 200 überlebende Besatzungsmitglieder – darunter auch Kommandant Karl von Müller – gerieten daraufhin in alliierte Kriegsgefangenschaft. Die Emden hatte jedoch kurz vor dem verlorenen Gefecht mit der Sydney einen etwa 50 Mann großen Landungstrupp auf einer der Kokosinseln abgesetzt, dem es gelang der Gefangennahme durch die Sydney zu entkommen. Der Landungstrupp unter dem Kommando des Ersten Offiziers, Hellmuth von Mücke, flüchtete mit einem beschlagnahmten Schoner zunächst in die indonesische Hafenstadt Padang. Von dort wollten sich die Marinesoldaten bis ins verbündete Osmanische Reich durchschlagen. Mit einem deutschen Frachter gelang ihnen zunächst die Weiterreise bis Hodeidah an der Südspitze der Arabischen Halbinsel. Über das Rote Meer und per Karawane auf dem Landweg erreichten die “Wanderers of the Emden” schließlich eine Bahnverbindung, die sie am 23. Mai 1915 – fast ein halbes Jahr nachdem sie auf den Kokosinseln gestrandet waren – nach Konstantinopel brachte.

QUELLEN:
NEW YORK TIMES VOM 29. MAI 1915, WIKIPEDIA.ORG
BILDNACHWEIS(E):
PUBLIC DOMAIN, VIA WIKIMEDIA COMMONS

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